Nachhaltigkeit

Geschrieben von mp. Veröffentlicht in Schwerpunkte 2020

Gewerbegebiet Industriestrasse West

Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Umwelt - Nachhaltigkeit hat einen Einfluß auf unser tägliches Leben. Noch mehr aber auf unsere Zukunft und wie wir darin leben werden.

Daher müssen wir heute darauf schauen was und wie wir etwas verbrauchen, verwenden und einsetzen. Und - ob wir das benötigen und verwenden müssen.

Als Beispiel sei hier der Biomüll und die Biotonnen genannt. Aktuell kostet eine kleine (120 Liter) Biomülltonne knapp 55,- Euro pro Jahr. Das mag nicht viel sein, es summiert sich aber. Vielmehr stellt sich die Frage: wird diese Biotonne überhaupt benötigt?

Viele Einwohner Liebochs haben einen eigenen Garten.

Doch anstatt dass hier eine Kompostierung am eigenen Grund stattfindet - und somit nach relativ kurzer Zeit beste Gartenerde zur Verfügung steht, bezahlt man lieber, wirft Gutes weg (womit andere wieder selber viel Geld verdienen) und kauft dubiose Gartenerde im Plastiksack im Supermarkt!

Wir fordern hier umfassende Beratung und Hilfestellung für die Garten- & Hausbesitzer um den Biomüll zu reduzieren.

Womit wir beim 2. Schwerpunkt sind: Plastik

Plastik begleitet uns leider durch unser tägliches Leben - ein Auskommen ohne ist fast unmöglich.

Das fängt schon beim Einkaufen an. Alleine was in den Obst- und Gemüseregalen angeboten wird, hat mittlerweile Dimensionen angenommen, welche weit über "Haltbarkeit" hinaus gehen. Denn exakt dieses Argument "Haltbarkeit" wird von den Supermarktketten verwendet wenn man danach fragt ob das sein muss.

Und die Kunden würden danach "verlangen" - aber nach was denn wirklich?

Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Oder müssen im Jänner geschmacklose Erdbeeren aus Spanien verfügbar sein? Oder Himbeeren, Heidelbeeeren? Selbstverständlich auch wieder in Plastik verpackt.
Und das zu Preisen mit denen kein Erzeuger - würde er Nachhaltig produzieren - überleben kann.

Aber Kunden würden danach "verlangen".

Auch wenn mittlerweile etliche Betriebe dazu übergegangen sind keine Tragtaschen mehr aus Plastik anzubieten, so gibt es dennoch leider noch immer viele kleine lokale Betriebe welche Plastiktragetaschen verwenden.

Wir fordern dass die Gemeinde lokale Betriebe und Anbieter bei der Vermeidung von Plastik unterstützt.

Mülltrennung ist ein weiteres Problem - nicht nur in dieser Gemeinde.
Immer wieder ist zu beobachten dass die Mülltrennung nicht richtig erfolgt. Noch mehr als dass in der Restmülltonne viel Bioabfall und Plastikabfall landet. Doch gerade damit wird der der Umwelt am meisten geschadet, denn aus diesem Restmüll welcher oftmals in Deponien landet, gelangen viele Stoffe in den weiteren Kreislauf (siehe Mikroplastik) - und letztendlich wieder in unsere Nahrung.

Wir fordern hier eine bessere Mülltrennung und baldige Usetzung der geplanten ASZ (Altstoffsammelzentren).

Nachhaltigkeit betrifft auch die Splitstreuung. Klar ist, dass die Gemeinde eine Verpflichtung hat, da sie verantwortlich für unfallfreises Gehen und Fahren auf gemeindeeigenen Wegen und Straßen ist. Aber muss dass jedesmal sofort sein wenn es sein könnte, dass Schnee oder Eis kommt?

Und wenn schon gestreut wird, so muss dieser Split jedoch wieder entfernt werden! Denn die Folge des liegengebliebenen Splits ist Staub. Und das gerade in unserer schon sehr "feinstaubgeplagten" Gegend.

Wir fordern hier mehrmals pro Jahr eine Straßenreinigung sowie weniger Splitstreuung.

Geht man durch den Ort, sucht man oftmals vergeblich nach Behältern zur Abfallentsorgung (Müllbehälter). So gibt es zum Beispiel wenn man vom Bahnhof Richtung Ortszentrum geht, keinen einzigen Behälter in welchem man Abfall entsorgen kann. Stattdessen sieht man immer, dass der Müll einfach weggeworfen wird - die Straßenränder werden zur Müllkippe!

Wir fordern hier die Aufstellung/Anbringung von weiteren Abfallbehältern.

2019 gab die Gemeinde per Gemeinderatsbeschluß ein Budget von 20.000,- Euro frei. Hintergrund dieser Aktion ist es, privaten Grundbesitzern eine Möglichkeit zur Anpflanzung heimischer Bäume am eigenen Grund (maximal 200,- Euro je Baum, Erwerb in einer der lokalen Baumschulen) entlang einer öffentlichen Straße zu ermöglichen. Damit soll eine Beschattung eben dieser Straßen und damit eine Termperatursenkung in den Sommermonaten erreicht werden.

Voller Stolz gaben ÖVP und Liebochs Grüne Ende 2019 bekannt, dass im Zuge der Errichtung der neuen Straße im Industrie-/Gewerbegebiet West 85 Bäume gepflanzt wurden.

"Kleiner" Schönheitsfehler an dieser Sache ist, dass genau diese Straße nicht beschattet wird, sondern nur der nördlich daneben liegende Geh- & Fahrradweg. Die Straße selber wird im Hochsommer nicht selten Termperaturen von über 50 Grad und mehr an der Oberfläche erreichen, da hier dann die Sonne den gesamten Tag darauf scheinen wird.

Wir fordern hier keine Alibiaktionen mehr, sondern echten Umweltschutz.

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