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GKB präsentiert Umbaupläne Eisenbahnunterführung Flurgasse

Geschrieben von mp. Veröffentlicht in Aktuelles

Interessierte Zuseher

Mit einer gelungenen Veranstaltung endete gestern Abend die von WILIE initierte und durchgeführte Präsentation der GKB (Graz-Köflach-Bahn) betreffend Neugestaltung Unterführung Flurgasse.

Vorangegangen waren teilweise heftigste Diskussionen bezüglich der Nicht- und Desinformation der betroffenen Anrainer und Bewohner der Flurgasse und des Getreidewegs durch die Marktgemeinde Lieboch, welche von den Umbauen am stärksten betroffen sind.

Dies umso mehr, als dass nach einer mehrwöchigen Bauphase der Packerstraße durch Lieboch und deswegen einer Verkehrszunahme durch die Flurgasse mit teilweise täglich bis zu 7.000 Fahrzeugen (normal werden maximal 350 - 400 KFZ täglich gezählt) die Bewohner schon sehr geprüft wurden.

Notwendig wurde diese kurzfristig angesetzte Veranstaltung - an dieser Stelle nochmals vielen, großen Dank an die GKB und deren Verantwortliche - weil es die Marktgemeinde Lieboch bis dahin nicht geschafft hatte, die Bewohner rechtzeitig sowie umfassend über dieses Megabauvorhaben zu informieren!

An diese Stelle muss es leider nochmals erwähnt werden, die Informationspolitik - soferne vorhanden - seitens der Verwantwortlichen der Gemeinde Lieboch lässt mehr als zu wünschen übrig. Obwohl seitens der GKB an die Gemeinde die notwendigen Informationen rechtzeitig mitgeteilt wurden, war die Gemeinde nicht in der Lage diese auch dementsprechend weiterzuleiten.

So entstanden dann Gerüchte, Halbwahrheiten und anderes - niemand wusste jedoch Genaues!

Also setzten wir uns kurzfristig mit der GKB in Verbindung und konnten gemeinsam binnen 4 Tagen diese Veranstaltung organisieren. Dazu wurden neben dem gesamten Gemeinderat (2 Tage zuvor fand eine Gemeinderatssitzung statt bei welcher u.a. auch auf unsere Initiative hin, die Regelung zum täglichen Transport der Schulkinder beschlossen wurde) auch alle Betroffenen persönlich eingeladen.

Gekommen sind dann letztendlich beinahe 50 Personen sowie der halbe Gemeinderat - u.a. der Bürgermeister Herr Helmreich (ÖVP) sowie auch Mitglieder aller anderen Parteien (Grüne, SPÖ, FPÖ). Sie alle konnten aus erster Hand erfahren, welches gewaltiges Volumen diese Umbauarbeiten bedeuten werden.

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Abgesehen von der Summe (knapp 2.5 Millionen Euro) - auch eine mehrmonatige Sperre der Flurgasse.

Alle Anwesenden konnten ausgiebig mit den Projektverantwortlichen der GKB über ihre Sorgen, Bedenken und Wünsche sprechen.

So u.a. auch, dass ein sicherer Gehweg entlang der neuen Straße sowie durch den Tunnel eminent wichtig ist - besonders für die Jüngsten, unsere Volksschulkinder welche täglich dem Verkehr in der engen Flurgasse ausgesetzt sind.

Hier erfolgte seitens der GKB auch die Zusage, diesen Gehweg mit in die Feinplanung einzubeziehen, da ein solcher bisher nicht vorgesehen war.

Extra anzuführen in diesem Zusammenhang ist die Ankündigung von Bürgermeister Helmreich den Bereich der Flurgasse zwischen Packerstraße und alter Bahnunterführung mit einem sicheren Gehweg auszustatten. WILIE wird an diesem Vesprechen dran bleiben und sollte diese Umsetzung nicht bald erfolgen, die Verantwortlichen - und hier im Speziellen den Herrn Helmreich - an diese erinnern.

Inwieweit das Versprechen des Bürgermeisters Herr Helmreich hält, dass die Vollsperre der Flurgasse nur 2 bis 3 Wochen dauert und diese Schulkinder ansonsten von den Bauarbeitern durch die Baustelle gelassen werden, wird man sehen.

Ergänzung Dezember 2019: nach der vollständigen Sperre der Flurgasse sein Mitte September, wurde mit heute - 18. Dezember 2019 - die Flurgasse wieder freigegeben. Somit war dieser Teil für knapp 3 Monate nicht passierbar, weder für Fussgänger (siehe Zusage Helmreich oben bzgl. Schulkinder) noch für die weiteren Bewohner der Flurgasse und Getreideweg.

Was wiederum bedeutete, dass jeder einzelne Einkauf und Gang in die Gemeinde mit einem Umweg von beinahe 4 Kilometer verbunden war!

Und auch während dieser Zeit die Schmutzbelastung extrem war, da hier täglich mehrere Schwerlastkraftwägen unzählige Fahrten durch die Flurgasse durchführten und damit auch diese Straße sehr verschmutzten.

Daher an dieser Stelle ein Danke an GKB und Abwasserverband Lieboch welche auch aufgrund vieler Beschwerden dann letztendlich tw. mehrmals täglich einen Straßenreinigungsdienst fahren ließen.

Bahnübergänge und Bahnunterführungen

Geschrieben von mp. Veröffentlicht in Aktuelles

Flurgasse Nördliche Bahnunterführung

Es war glaube ich 2012 oder 2013 als eine Verordnung oder ein Gesetz erlassen wurde, in dem es hieß dass Bahnübergänge so zu gestalten sind, dass sie "sicher" sind.

Heisst mit anderen Worten, "unbeschrankte" Bahnübergänge wären danach nicht mehr zugelassen.

Man mag von dem vorigen SPÖ-Bürgermeister Aichbauer halten (oder nicht) was man mag, aber angeblich hat er dagegen berufen. Und dem Widerspruch (lt. seinen damaligen Aussagen) wurde statt gegeben.

Hintergund dieser Sache war u.a. die Tatsache, dass allein Lieboch 6 oder 7 Bahnübergänge auf eigene Kosten hätte finanzieren müssen! Und das bei der immerwährenden Geldknappheit welche in dieser Gemeinde seit vielen Jahren herrscht, ein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre.

Denn die Umgestaltung alleine eines einzigen Bahnübergangs hätte ca. 350.000,- Euro ausgemacht. Wären also mindesten 2,1 Millionen Euro (6x) gewesen welche finanziert hätten müssen. Und das alle 10 Jahre im Schnitt ..

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[Flurgasse: Unterführung Nord Alt, Übergang Süd Alt]

Nachdem also dieser Bescheid so nicht durchführbar war, begann man mit der GKB (Graz-Köflach-Bahn) und dessen Leiter für Infrastruktur und Projekte Mag. Gerald Klug (seines Zeichens vorher als SPÖ-Minister für Verkehr und Sport in Wien 2013 - 2016) und dem jetzigen ÖVP-Bürgermeister Helmreich in Verhandlung zu treten.

Und gerade was die Unterführung Flurgasse betraf, wurde relativ schnell klar, dass die GKB hier ganz andere Pläne hatte. Denn einer der Vorschläge war, diesen Bahnübergang komplett zu schließen und aus der Flurgasse eine Sackgasse zu machen.

Was zwar für die Bewohner der Flurgasse angenehm gewesen wäre (kein Durchzugsverkehr mehr), aber so natürlich unmöglich ist, denn das hätte auch bedeutet, dass die Bewohner der Wassergasse (eine kleine Gasse zwischen den beiden GKB-Fahrtrichtungen Deutschlandsberg und Köfliach) abgeschnitten gewesen wären.

Abgeschnitten von jeder Infrastruktur wie z.B. Feuerwehr oder Müllabfuhr. Denn die Zufahrtshöhe der alten Bahnunterführung (Fahrtrichtung Köflach) beträgt nur 2.70m - zu gering für diese Fahrzeuge.

Daher wurde aufgrund der Notwendigkeit der Erreichbarkeit und Gefährlichkeit des Übergangs, eine neue Variante beschloßen: eine Unterführung. Ausführung durch die GKB. Inwiefern die Gemeinde zum geplanten Budget von knapp 2,5 Millionen dazu zahlt, entzieht sich unserer Kenntnis. Auch haben wir keine Kenntnis darüber inwieweit die Gemeinde in die Planung (der Straße und des Gehweges) einbezogen wurde.

(Hinweis: o.a. Bericht wurde aus mehreren Gesprächen im Laufe mehrerer Jahre mit Herrn Helmreich und diversen Sitzungen aus dem Gedächtnis zusammengefasst. Es kann daher nicht für die 100% Richtigkeit garantiert werden, da es aber die Gemeinde - und hier im Speziellen Herr Helmreich - immer wieder versteht seine Bürger nicht zu informieren, sehen wir es als unsere Pflicht diese Informationen weiter zu geben. Insbesondere als dass zur Errichtung der neuen Unterführung Informationsdefizite vorherrschen.)

Kein Herz für Schulkinder

Geschrieben von mp. Veröffentlicht in Aktuelles

Mir bzw. uns sind die Kinder und Jugendlichen egal ..

So könnte man die Stellungnahme von Bürgermeister Helmreich auf eine Bitte von WILIE zusammenfassen.

Worum ging es?

Bei der Ende Sommer 2019 stattgefundenen, von WILIE organisierten Veranstaltung bezüglich der Baupläne von GKB (Graz-Köflach-Bahn) und Gemeinde anlässlich der Neuerrichtung der Eisenbahnunterführung Flurgasse (die bisherige Überführung war extrem gefährlich und hätte zukünftig zudem lt. Gemeinde höhere Kosten als eine Unterführung verursacht), wurde erstmals bekanntgegeben welches Ausmaß diese Bauarbeiten haben werden.

Und inwieweit Anrainer und Bewohner der umliegenden Straßen davon betroffen sind.

Dabei stellte sich auch für alle Anwesenden zum ersten Mal heraus, dass an eine mehrmonatige Bauphase gedacht war. Davon für mehrere Wochen der Zugang zum Ort für alle Bewohner (ca. 200) südlich dieser Baustelle zum Ort vollkommen abgesperrt.

So musste man für die Dauer der Baustelle anstatt der bisherigen 50 Meter (in Worten: fünfzig Meter) einen Umweg von mindestens 900 Meter in Kauf nehmen (zu Fuß oder Rad über Einödstraße) oder 2 Kilometer (KFZ über neuen ParknRide-Parkplatz bei Bahnhof).

Das Problem dabei: Volksschulkinder welche die Volksschule Lieboch besuchen, Jugendliche welche zum Bus und zur Bahn müssen, ältere Personen entweder gebrechlich oder ohne Fahrzeug.
Diese hätten durch die extrem enge Einödstraße gehen müssen - das gerade zu einer Zeit in welcher diese Straße aus Ausweichstrecke Nummer 1 benutzt wurde.

In einer ersten Reaktion des Herrn Helmreich darauf angesprochen meinte er, dass sich die Eltern dieser Kinder selbst darum kümmern müssen.
Und für die Erwachsenen würde sich schon aus bzw. mit der Nachbarschaft eine Lösung finden.
Zudem würde diese "Vollsperre" sowieso nur 2,3 Wochen betragen.

Nach diesem Treffen hatte ich die Gelegenheit mit beinahe allen Eltern über diese Situation und Antwort des Bürgermeisters zu reden. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass für die große Anzahl an Kindern und Jugendlichen (ca. 15) mit den verschiedenen Zeiten (Schulbeginn, -ende) so leicht keine Lösung in Sicht war.

Ein vereinbartes Treffen mit dem Bürgermeister in dessen Büro im Gemeindeamt wurde jedoch kurzfrsitig abgesagt.

So musste ich mir also etwas anderes einfallen lassen.

Und die Lösung nahte dann relativ schnell: in Form der anstehenden Gemeinderatssitzung am 10.9.2019. Davor versuchte ich Herrn Helmreich nochmal persönlich zu einer passablen Lösung zu  "animieren", seine Reaktion jedoch war wie schon vorher.

Die Kinder und Jugendlichen sind nicht sein Problem, weder er noch die Gemeinde würden sich in der Folge darum kümmern. Es sei die Verantwortung der Eltern hier eine Lösung zu finden - sollen die sich selber darum kümmern.

Da ich schon mit so einer Reaktion gerechnet hatte, besprach ich mich im Vorfeld mit SPÖ-Gemeinderat Eibel. Im Falle einer neuerlichen negativen Antwort soll er es als Gemeinderatsmitglied in der Gemeinderatssitzung probieren.

Was er auch machte, siehe:

Der Erfolg dieser Anfrage war, dass die Gemeinde Lieboch es auf ihre Kosten übernahm, die Kinder und Jugendlichen sicher mit dem GUSTaxi zu und von Schule, Bus und Bahn zu bringen bzw. zu holen.

Übrigens: die Dauer von 2,3 Wochen wurde deutlich überschritten! Letztendlich waren es fast 2 Monate.

Angeschts dieser Entwicklung müssen wir uns fragen: ist das eines Bürgermeisters würdig?
War es notwendig die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen auf's Spiel zu setzen?
Kommt mir mehr wie ein Kindergarten vor.

Schade, denn damit hat Herr Helmreich jede Glaubwürdigkeit verloren von wegen "Herz und so .. ".

Es ist daher umso wichtiger dass WILIE in den Gemeinderat kommt - wir setzen uns voll ein.

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