Flüchtlinge in Lieboch

Geschrieben von mp am .

Bisher waren Flüchtlinge in Lieboch eher eine Ausnahmeerscheinung.

Das wird sich mit Jänner 2016 radikal ändern, denn ab dann wird es mindestens 2 Flüchtlingshäuser geben. Eines davon ist das bisherige Restaurant "Kohnhauser", das zweite befindet sind in der Mühlaustraße.

Notwendig wurde diese Maßnahme u. a. deswegen, weil eine gewisse "Quote" seitens der Gemeinden erfüllt werden muss. Ansonsten würde der Bund sein "Durchgriffsrecht" geltend machen und Lieboch im Prinzip nach Belieben Flüchtlinge zuweisen können.

Diese beiden Quartiere sind auf Privatinitiativen zurückzuführen.

Das ehemalige Restaurant Kohnhauser, das letztes Jahr geschlossen und von Herrn Assl erworben wurde, und das Projekt in der Mühlaustraße.

In der Liebocher Gemeindeversammlung vom 4. Jänner 2016 wurde dem anwesenden Publikum (knapp 300 Personen) die diesbezüglichen Pläne präsentiert.

Als Vortragende waren der Bezirkshauptmann Herr DDr. Thierrichter sowie der steirische Flüchtlingskoordinator Herr HR Dr. Kalcher anwesend. Desweiteren fanden sich seitens der Gemeinde Lieboch Bürgermeister Herr Helmreich (ÖVP), Gemeindekassier Herr Sorger (FPÖ), GR Herr Gruber (SPÖ) sowie GR Frau Theiler (GRÜNE) ein.

Nach einem hochinteressanten Vortrag von Herrn Kalcher, gab es daraufhin eine "Fragestunde", die teilweise recht emotionell geführt jedoch vom Veranstalter Bürgermeister Helmreich souverän abgewickelt wurde.

Neben einigen verzichtbaren 'Wortspenden' seitens Theiler und Gruber, gab es doch auch einige Äußerungen von Herrn Sorger, welcher als Polizist einige Einblicke in seine Arbeit gab.

Interessant auch die Zusagen seitens des Bezirkshauptmanns sowie des Flüchtlingskoordinators auf die Fragen, welche Flüchtlinge in Lieboch untergebracht werden sollen - speziell im Hinblick auf die jüngsten Vorkommnisse zu Silvester 2015/2016 in Deutschland.

Von beiden wurde explizit zugesagt, dass ausschließlich Familien untergebracht werden sollen.

Zusammenfassend muss man - speziell im Hinblick auf den Vortrag und den gezeigten Folien von Herrn Kalcher - sagen, dass hier wieder drastisch das Versagen der Politik vorgeführt wird. Ein Versagen, das letztendlich auf dem Rücken der Bevölkerung und der Flüchtlinge ausgetragen wird.

Und auch, dass bisherige Zusagen seitens des Bundes jederzeit revidiert werden können - siehe Quote und Unterbringungsmöglichkeiten. Somit sind die Gesetze und Verordnungen reine Makulatur.

Ebenso muss erwähnt werden, dass es weiterhin jedem offen steht, dem Bund Quartiere anzubieten. Wer dann allerdings kommen kann/wird, das kann niemand zusichern ..

Wir waren bei der Gemeindeversammlung am 4. 1. 2016 vor Ort und haben die gesamte Veranstaltung auf Video aufgenommen. Hier die Links zu den einzelnen Teilen:

Vortrag Herr Kalcher

Reaktionen Teil 1

Reaktionen Teil 2

Reaktionen Teil 3

Reaktionen Teil 4

Reaktionen Teil 5

Reaktionen Teil 6

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